Exophthalmus / Endokrine Orbitopathie
Informationen aus der Industrie
Exophthalmus / Endokrine Orbitopathie: Therapie
Therapiemaßnahmen
Merke: Therapie wird gemeinsam vom Internisten und Augenarzt beschlossen!
- Exakte Behandlung der Überfunktion der Schilddrüse (siehe dort), wobei überschießende Therapie mit Phasen der Hypothyreose als auch eine nicht ausreichende Behandlung mit hyperthyreoten Phasen vermieden werden sollten.
- Lokale ophthalmologische Maßnahmen mit eventuell milder Entwässerung
- Wenn CAS zwischen 3 und 4 und hoher Leidensdruck besteht: retroorbitale Bestrahlung
- Wenn CAS über 4 Erwägung einer Therapie mit Kortison (Beginn mit 60 - 100 mg / die mit langsamer Reduktion der Dosis - Gesamtdauer 6 Monate)
- Bei Gefährdung des Nervus Opticus (CON = compressive optic neuropathy) und Gefahr der Erblindung:
- a. hochdosierte Kortison-Bolustherapie (z.B. "Kahaly-Schema": 1x pro Woche für 6 Wochen 0,5g Methylprednisolon i.v., dann 1x pro Woche 0,25g Methylprednisolon i.v. = Gesamtdosis 4,5g). Insgesamt sollte eine Gesamtdosis von 8g Methylprednisolon-Äquivalent nicht überschritten werden (Fallberichte von fulminantem Leberversagen!) - die üblichen Kortisonkontraindikationen müssen beachtet werden.
- b. operative Entlastung der Orbita
6. Bei kurz bestehenden Doppelbildern eventuell Prismengläser - bei chronisch stabilen Doppelbildern
Schieloperation.
Umstrittene Therapiemaßnahmen
- Totale Thyreoidektomie („Entfernung des Antigens“ - manchmal treten danach trotzdem Verschlechterungen der endokrinen Orbitopathie auf -> daher am besten auch unter Kortisonschutz: beginnend am Op-Tag mit ca. 40mg Methylprednisolon/Tag, bis 4 Wochen postop. langsam mit 10mg-Schritten Reduktion/pro Woche ausschleichen). Anschließende 131-Jod-Gabe zur Ablation wird von manchen Autoren empfohlen.
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EHA-Kongress: Bendamustin im klinischen Alltag
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Jahrestagung 2010 der OEGGG in Zell am See
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